Reisebericht

Dubai und Abu Dhabi, die Perlen am persischen Golf

Bildquelle: itravelUnsere Reisespezialistin Christiane Ermer hat für Sie eine Tour in die Vereinigten Arabischen Emirate gemacht und berichtet heute exklusiv von ihren spannenden und einmaligen Erlebnissen in Dubai und am Persischen Golf.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein Zusammenschluss von sieben Emiraten der arabischen Halbinsel, die an der Südküste des Persischen Golfs liegen. Die 1971 gegründeten Vereinigten Arabischen Emirate haben stark zur Entwicklung der Region und deren politischer Stabilität beigetragen. Bekannt sind sie natürlich vor allem für ihre glitzernden und prachtvollen Metropolen Abu Dhabi und Dubai, in denen die Scheichs sich traditionelle, aber auch ultramoderne Paläste errichtet haben. Das Land hat aber noch viel mehr zu bieten. Ein Großteil ist von der Großen Arabischen Wüste, der Rub al-Chali, bedeckt. Diese ist teilweise Nationalpark, Heimat seltener Tiere und besticht durch wunderschöne Landschaften. An der Küste des Persischen Golfs, der selten tiefer als 100 m ist, finden sich Traumstrände, Korallenriffe und einige idyllische Inseln.

Bildquelle: itravelNach einem angenehm kurzen Flug mit der Fluggesellschaft Emirates von Düsseldorf nach Dubai ging es direkt in die Sheikh Zayed Grand Moschee, die drittgrößte Moschee der Welt. In ihren Außenmaßen von 224 mal 174 Metern bietet die Moschee Platz für 40.000 Gläubige. Ihre vier Minarette haben eine Höhe von jeweils 107 Meter, die der Hauptkuppel über dem Gebetssaal beträgt beeindruckende 75 Meter. Mit einem Durchmesser von 32,2 Metern gilt sie als größte Moscheekuppel der Welt. Die Moschee schmücken zudem sieben Kronleuchter aus vergoldetem Messing und Edelstahl, die aus Deutschland importiert wurden. Verarbeitet wurden auch tausende Swarovski-Kristalle, die tropfenförmig und in verschiedenen Farben gestaltet sind. Selten habe ich so ein prunkvolles Gotteshaus gesehen. Im Schein all der funkelnden Lichter hatte ich das Gefühl, in einem Märchenpalast aus 1001 Nacht zu sein.

Im Anschluss an den Moscheebesuch entdeckten wir die Wurzeln der Kultur der Vereinigten Arabischen Emirate im Heritage Village. Vom Emirates Heritage Club geleitet, gewährt dieser Nachbau eines traditionellen Oasendorfes einen interessanten Einblick in die Vergangenheit der Emirate. Die Beduinenstämme der Region lebten früher von Handel und Seefahrt und waren damit schon immer fremden Kulturen gegenüber offen. Eine Hochphase erlebten die Emirate im 18. und 19. Jahrhundert auch dank der Perlenfischerei.

Nach einem aufregenden und beeindruckenden Tag stand ein Abendessen im Emirates Palace auf dem Programm. Das Essen im arabischen Restaurant war wie ein Traum aus 1001 Nacht. An einer langen Tafel wurden allerlei Köstlichkeiten der Region serviert – ein absoluter Genuss!

Danach besichtigten wir einige der exklusivsten Suiten des Hotels. Diese sind wahrlich königlich eingerichtet und bieten einen Luxus, den man sich teilweise kaum vorstellen kann. Wenn man sich wirklich einmal etwas ganz Besonderes gönnen möchte, dann sind ein, zwei Nächte in diesen “Gemächern” genau das Richtige. Aber auch die „normalen“ Zimmer des Emirates Palace lassen es an nichts mangeln. Die arabische Gastfreundschaft verlangt, dass man dem Gast lieber etwas mehr als vielleicht zu wenig bietet. Insofern wird hier auf edle Ausstattung, größte Sauberkeit und freundlichen Service geachtet. Ein Urlaub an diesem Ort ist Erholung für alle Sinne.

Die Nacht verbrachte ich im Hotel Beach Rotana in Abu Dhabi. Abu Dhabi ist nach Dubai die zweitgrößte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate und auch deren Hauptstadt. Das Hotel liegt verkehrsgünstig im Herzen des Geschäfts- und Einkaufsviertels von Abu Dhabi. Die bekannte Abu Dhabi Mall findet sich zum Beispiel direkt gegenüber des Hotels und auch andere Boutiquen und Malls sind schnell erreichbar. Es gibt in der Umgebung noch eine Zahl weiterer Hotels, die alle einen hohen Standard bieten, ohne gleich verschwenderischem Luxus zu verfallen. So bleibt genug Geld in Ihrer Urlaubskasse, um nach Herzenslust zu shoppen. All dies macht Abu Dhabi zur perfekten Destination für einen Wochenendtrip zum Shoppen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Am zweiten Tag besuchten wir das Falkenhospital von Abu Dhabi. Es handelt sich hierbei um die größte und am besten ausgestattete Falkenklinik weltweit mit einer Belegung von jährlich ca. 6.000 Falken. Die Scheiche der Emirate halten schon seit vielen Generationen Falken zur Jagd und als Statussymbol und lassen sich die Gesundheit ihrer Tiere einiges kosten. Das Falkenhospital ist eine der größten Touristenattraktionen Abu Dhabis. Neben der Pflegestation für kranke Tiere gibt es hier auch eine Auswilderungsstation. Diese bereitet Falken, die für die Jagd nicht mehr gebraucht werden, auf ein Leben in freier Wildbahn vor und setzt sie anschließend in den ursprünglichen Heimatregionen des Wanderfalkens, von Iran bis Pakistan wieder in freier Natur aus. Wir durften bei einer Routineuntersuchung an einem der teuren Tiere zuschauen und im Anschluss hatte ich sogar einen ausgewachsenen Falken auf der Hand. Dafür, dass der Falke eine Flügelspannweite von über einem Meter hat war er überraschend leicht, was, wie der Arzt mir erklärte, an den ultraleichten Knochen der Vögel liegt. Auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis!

Bildquelle: itravelDie darauffolgenden Tage stand Dubai auf dem Programm, wo unsere Gruppe im Hotel Atlantis The Palm wohnte. Das Hotel befindet sich an der Spitze von The Palm Jumeirah, einer der neu erschaffenen palmenförmigen Inseln Dubais. In diesem luxuriösen 5-Sterne-Hotel ist jedes Zimmer in dezentem ozeanisch-arabischem Flair gestaltet und hat entweder Aussicht auf das azurblaue Wasser des Arabischen Golfs oder auf die Insel The Palm und Dubai. Schon in der Eingangshalle hat man das Gefühl, in der versunkenen Stadt Atlantis zu sein. Das Atlantis The Palm Hotel Dubai hat mir ein unvergessliches, einmaliges Erlebnis geboten. Besonders begeisterten mich dabei die unzähligen Freizeitmöglichkeiten im Hotel. Der Aquaventure-Wasserpark ist der größte Wasserpark der Vereinigten Arabischen Emirate. Hier ließ ich mich mit einem Schlauchreifen ganz entspannt auf dem Lazy River treiben. Danach entdeckte ich in „The Lost Chambers“ ein Unterwasseraquarium und zwei überdimensionale Pools. Weitere Highlights sind der weiße Sandstrand, exklusive Boutiquen, das luxuriöse Spa ShuiQi sowie sagenhafte 17 Restaurants und Bars. Hier ist garantiert für jeden etwas dabei!

Bildquelle: itravelAußerhalb der Hotels hat Dubai natürlich auch viel zu bieten. Eine Fahrt auf der Scheich-Zayid-Straße beeindruckt nicht zuletzt durch die vielen im letzten Jahrzehnt gebauten Hochhäuser. Highlight ist selbstverständlich der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt. Mit einem der Doppeldeckaufzüge fuhr ich zur Aussichtsplattform in der 124. Etage in 452 Metern Höhe. Sie ist nach dem Shanghai World Financial Center die zweithöchste öffentlich zugängliche Aussichtsplattform und bot mir eine unvergleichliche Aussicht auf Dubai und „The World“, die künstlich im Meer erschaffene Inselwelt.

Bildquelle: itravelAls krönenden Abschluss der Reise nahmen wir an einer Geländewagensafari mit abschließendem Wüstenabend im Zeltlager teil. Nach einer aufregenden Fahrt mit dem 4×4-Allradjeep über die Dünen machten wir einen Ausritt auf Kamelen. Bei der Rückkehr ins Camp erwartete uns ein arabisches Abendessen. Die Sonne geht in der Wüste recht schnell unter und nach einem wirklich phänomenal schönen Sonnenuntergang brach schnell die Nacht herein. Es wurden zahlreiche Fackeln entzündet und in einem prachtvollen, offenen Zelt wurden wir an eine reich gedeckte Tafel eingeladen. Dazu standen Bauchtanz und Henna-Tattoos auf dem Programm.

Nach sieben spannenden Tagen ging es mit der Fluglinie Emirates gewohnt komfortabel zurück nach Düsseldorf.

Ich kann Ihnen Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate wirklich nur ans Herz legen – ganz egal, ob Sie kurzfristig ein Wochenende nach Lust und Laune shoppen oder einen vollwertigen Urlaub erleben möchten. Das Tolle an den Vereinigten Arabischen Emiraten ist, dass Sie selten lange Wege zurücklegen müssen und hier nicht nur eine herzliche Gastfreundschaft und überraschend offene Kultur treffen, sondern auch tolle Natur und ausgezeichnete Infrastruktur auf Sie warten.

Sollten Sie nun Lust auf eine Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Dubai bekommen haben, dann stöbern Sie doch ein wenig bei uns und lassen Sie sich inspirieren. Gar nicht weit entfernt, auf der anderen Seite der Arabischen Halbinsel liegt der Oman, der mit einer ähnlich magischen Mischung aus Landschaft, Kultur und Menschen lockt. Natürlich stehen Ihnen unsere fachkundigen Reiseberaterinnen auch gerne mit persönlicher Beratung zur Seite.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

Reisetrends 2013: Magisches Südafrika – Motswari Reservat

Bildquelle: itravelIm dritten und letzten Teil Ihres Reiseberichts aus Südafrika führt Birgit Bergener Sie an den Rand des Kruger National Parks, wo Sie das private Reservat Motswari mit spektakulären Safaris und einer besonders herzlichen Atmosphäre empfängt.

Die Faszination, die Aufregung, die Vorfreude steigt – wir nähern uns dem Kruger National Park. Das Naturreservat Timbavati, die Heimat der weißen Löwen, liegt westlich eingebettet in den Kruger National Park. Unser Ziel ist das Motswari Private Game Reserve, ein Privatreservat, das Teil von Timbavati ist.

Die Geschichte von Motswari

Motswari – was in der Tswana-Sprache „schützen und erhalten“ bedeutet – ist von der Familie Geiger aus Deutschland gegründet und aufgebaut worden. Paul Geiger wurde einst von der Mercedes-Zentrale in Stuttgart aus nach Südafrika geschickt, um dort das Geschäft mit LKW-Austauschmotoren aufzubauen. Hier entdeckte er seine Leidenschaft für Safaris, die ihn immer wieder in die Kruger-Region führten. Sein Traum war dabei, diese Leidenschaft und Begeisterung für die Weite und Schönheit Südafrikas auch in anderen zu wecken. Ende der 1970er Jahre wurden große Landflächen am Rand des Kruger Parks wegen schlechter Ernteerträge von kommunalem Farmland in Privatland umgewidmet und zum Verkauf angeboten. Herr Geiger nutzte die Chance und kaufte das Gebiet des heutigen Privatreservats. Der Grundstock für Motswari war gelegt. Die Familie Geiger gestaltete in den folgenden Jahren ein Refugium für Tiere und Menschen. Die Mostwari Game Lodge war dabei von Anfang an auch ein „Open House“ für Freunde und Verwandte aus Nah und Fern. Wer mochte, konnte vorbeikommen und die herzliche Gastfreundschaft der Familie Geiger genießen.

„Man kommt als Gast und geht als Freund.“

Bildquelle: itravelDass der Slogan von Motswari keine leere Worthülse ist, spüre ich vom ersten Moment an – herzlich und ganz authentisch war schon der Empfang in der Lodge. Kein Wunder, dass die Atmosphäre hier so warm und familiär erscheint, denn viele Angestellte halten Motswari schon seit 30 Jahren die Treue und stehen zu „ihrem“ Camp. Dies ist in Südafrika nicht unbedingt selbstverständlich, denn die Apartheid hat an vielen Plätzen noch Spuren hinterlassen. Nicht so in Motswari! Mit Godfrey Mathebula ist beispielsweise der Sohn einer früheren Bügelfrau vom Fahrzeugmonteur über den hoch renommierten Posten des Head Rangers zum Assistant Manager aufgestiegen.

Mit der Tochter der Familie, Marion Geiger, einer international anerkannten Künstlerin, rückte im Lauf der letzten 5 Jahre wieder ein Familienmitglied in eine für das Unternehmen verantwortliche Position. Dabei bringt sie den Spagat zwischen ihrem Leben als Künstlerin in Kapstadt und der Fürsorge und Präsenz in Motswari gut in Einklang. Das spürt man in der generellen Atmosphäre von Motswari genauso wie in kleinen Details – dank der wunderschönen, „unauffällig auffälligen“ Gestaltung taucht man ein in die großartige Kombination von Kunst und Natur.

„Schützen und erhalten“ – unverändert spielen Umweltschutz und Sozialverträglichkeit eine wesentliche Rolle. So war Motswari eines der ersten Safariunternehmen, das mit dem Fair Trade in Tourism South Africa ausgezeichnet wurde. Und seit einem Jahr zeugt das Green Globe-Zertifikat davon, dass Motswari nachhaltig und umweltschonend betrieben wird. Die Nutzung von Solarenergie, Wasserrecycling und die Minimierung anfallenden Mülls sind hier selbstverständlich.

Dies sind die „harten, sympathischen Fakten“ von Motswari… Die Motswari-Philosophie aber zu erleben und zu spüren ist ohne Übertreibung eine Erfahrung, die Ihr Leben verändern wird! Nie zuvor habe ich eine solche Harmonie zwischen Schwarz und Weiß und allen „Arbeitsschichten“ erlebt. Ausnahmslos haben die Menschen in Motswari Spaß und Freude an der Arbeit. Es gibt viele atemberaubende Lodges in Südafrika – Luxus pur, tolle Guides, phantastisches Essen. In Motswari beeindruckten mich aber der „Spirit“ und die Verbundenheit der Menschen zutiefst, und das macht diesen Ort aus. Der Teamgeist, die Liebe für diesen Ort und dieses Unternehmen zusammen mit der wundervollen Natur machen meine Zeit in Motswari unvergesslich.

Die Frauen von Motswari sind dabei ein Kapitel für sich. Jede einzelne Frau hat ihre eigene, schwere Geschichte und ein persönliches Schicksal. Doch trotzdem und durch den Zusammenhalt auf der Lodge strahlen sie, haben Mut und Kraft und verzaubern Motswari mit ihrer Aura. Die Geschichten der Frauen wurden in einem Buch dokumentiert, das man im Souvenirshop erstehen kann. Die Einkünfte aus den Verkäufen des Buchs und von traditionellem Kunsthandwerk wie Puppen, Schmuck und Textilien fließen direkt zurück an die Frauen von Motswari.
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Genießen und Staunen gilt auch für das Essen in Motswari. Das Mittagessen wird jeden Tag mit afrikanischen Trommeln angekündigt. Die Köchinnen und Köche kommen tanzend und singend mit den Speisen auf dem Kopf aus der Küche. Ein Gaumenschmaus nach dem anderen wird aufgetischt. Eine ähnlich tolle Stimmung herrscht auch beim Abendessen in der Boma. So nennt man die traditionelle Feuerstelle unter freiem Himmel, um die herum gegessen und der Abend genossen wird.

Natur pur im Motswari Private Game Reserve

Bildquelle: itravelAuch die Game Drives werden im Motswari Private Game Reserve zum unvergesslichen Erlebnis. Ich lernte hier unglaublich viel über die Flora und Fauna des afrikanischen Busches. Die kleinen und großen Wunder wurden uns von Menschen nahe gebracht, die ihre Heimat und ihren Job lieben und einfach nur Freude daran haben, ihr Wissen und ihre Leidenschaft mit uns zu teilen.
Bildquelle: itravelAuch wenn sich die weißen Löwen während meines Aufenthalts gerade nicht in der Region befanden, so hatten wir doch unfassbares Glück beim Pirschen. Wir dürfen eine Leopardin hautnah beobachten. Sie liegt über uns im Baum und frisst an einer Impala-Antilope, die sie am Vortag gerissen hat. Unten wartet schon die erste Hyäne darauf, dass für sie etwas abfällt… Wir wagen kaum zu atmen, ich kann mir ein Tränchen der Ehrfurcht nicht verkneifen. Ein atemberaubendes und unvergessliches Erlebnis!
Bildquelle: itravelSpäter sehen wir Nashörner und können eine große Herde Wildhunde in einem ausgetrockneten Flussbett beobachten. Auch die kleinen Tiere sind faszinierend. Ein konstantes, schwer definierbares Geräusch führt uns zu einem Baum, an dessen Blättern sich eine Unmenge an Raupen satt frisst. Für unseren Guide eine willkommene Gelegenheit für einen Snack, denn die Tiere sind traditionell als gesunde Eiweißquelle beliebt. Die unfassbar vielfältigen, atemberaubenden Geheimnisse und Mysterien der afrikanischen Natur machen süchtig. Magic Africa, magic Motswari.

Sobald die Sonne untergeht, bewegt man sich in der Motswari Lodge nicht mehr alleine. Ein Guide mit Taschenlampe begleitet uns zu unserer Hütte. Unterwegs treffen wir eine Nyala-Antilope, die zu den Stammgästen der Lodge zählt. Aus der Ferne dringen vom Fluss das Konzert der Frösche und die Geräusche der Nilpferde, die dort baden und ihre Rangkämpfe austragen zu uns.

Das Motswari Private Game Reserve begeistert nachhaltig. Nicht umsonst gibt es sehr viele Stammgäste, die zum Teil schon über 10 Jahre immer wieder nach Motswari kommen. Die ganze Stimmung hier in Motswari ist außergewöhnlich, die Erinnerungen, die ich mitnehme sind nahezu schmerzhaft schön. Ich fahre mit Wehmut und großer Sehnsucht ab und hoffe, bald wieder kommen zu dürfen – nicht mehr als Gast, sondern als Freund!

Mit diesem dritten Teil endet die Reihe der Reiseberichte unserer Produktmanagerin Birgit Bergener zum Reisetrend 2013 Südafrika. Wir hoffen, dass Birgit Sie mit ihrer großen Begeisterung und Leidenschaft für dieses unvergleichliche Land anstecken konnte. Wenn Sie auf der Suche nach einer unvergesslichen Reise sind, die spektakuläre Naturerlebnisse, lebendige Kultur und exquisiten Genuss vereint, dann ist Südafrika Ihr Land! Weitere Inspirationen finden Sie in unseren Reiseangeboten für Südafrika und natürlich bei der persönlichen, telefonischen Beratung durch unsere erfahrenen Reiseexpertinnen.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

Wenn Sie die anderen Teile von Birgits Reisebericht noch nicht gelesen haben: Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2.

Reisetrends 2013: Magisches Südafrika – Safari für die Seele in Makalali

Safari für die Seele im Garonga Camp

Lesen Sie im zweiten Teil des Reiseberichts unserer Produktmanagerin Birgit, welche Abenteuer und magischen Momente sie im Nordosten Südafrikas, im Makalali Privatreservaterlebt hat:

Der Herzschmerz, der mich beim Abschied von Ant’s Hill ereilte, wurde durch den Zauber Afrikas schnell wieder vertrieben. Aufregung und Vorfreude auf die atemberaubende afrikanische Tierwelt erfüllten mich auf der Reise in den Osten, wo das Makalali Privatreservat liegt. Hier befindet sich das Garonga Camp, ein echter Natur-Geheimtipp, etwa eine Stunde Autofahrt westwärts vom weltbekannten Krüger Nationalpark. Es liegt im Makalali Privatreservat, einer der ruhigsten Ecken, die Südafrika zu bieten hat. In der Ruhe und Abgeschiedenheit dieses Reservates hat der Brite Bernie Smith mit Garonga ein Refugium geschaffen, das in sich gleich mehrere Superlative vereint: Ruhe, Naturschönheit, Artenreichtum an Pflanzen und Tieren sowie eine Atmosphäre, die den Gast auf Garonga vom ersten Augenblick seines Aufenthaltes an bezaubert. Garonga bietet mehr als Wildnis und Naturerleben, auf Garonga wird der Aufenthalt zur Safari für die Seele.

Das Garonga Camp liegt im privaten Reservat Makalali

Bernie liebt den afrikanischen Busch, das Wildlife und die Safaris –doch er möchte seinen Gästen zwischen den faszinierenden Highlights, die man auf den Gamedrives erlebt, Ruhepausen gönnen, besondere Erlebnisse bereiten, Entspannung und Balsam für die Seele bieten. Und das macht Garonga wirklich ganz besonders.
Schon die Begrüßung ist unglaublich liebevoll. Am Eingang des Camps werden wir mit entzückenden, in den Sand geschriebenen Worten begrüßt, die jeden Tag erneuert werden. Diese Idee findet sich auch in den Zimmern auf einer kleinen Sandfläche wieder… einfach reizend!
Das Hauptgebäude des Garonga Camps ist in seiner Architektur und dem Design den zutiefst beeindruckenden Termitenhügeln der Region nachempfunden. Organische Formen schaffen eine gemütliche Atmosphäre und die Verkleidung der Wände mit Lehm sorgt für ein angenehmes Raumklima. Dies wird kombiniert mit hochwertiger, luxuriöser Ausstattung. Toll, wie hier ein natürlicher Baustil und modernster Komfort harmonieren!

Vorbild Natur: Termitenhügel dienten als Inspiration des Haupthauses

Wir ziehen in unser atemberaubendes Zimmer ein – luxuriöse Safarizelte auf hölzernen Stelzen, die mit viel Liebe eingerichtet wurden. Ich bin gleich unter die großartige Außendusche gesprungen und habe mir eine Erfrischung mit Panoramablick gegönnt. Das absolute Highlight meiner Unterkunft war die Terrasse mit Hängematte! Meine Safari für die Seele begann damit, in dieser Hängematte eine Weile zu entspannen. Dabei lies ich meinen Blick über das ausgetrocknete Flussbett, um das die nur sechs sehr geräumigen Zeltebungalows in sehr komfortablen Abständen gebaut wurden, schweifen. Natur, Entspannung und Luxus gehen hier eine harmonische Vereinigung ein. Ganz egal ob entspannt, oder abenteuerlich, in Garonga wird Safari neu definiert.

Luxuriöse Safarizelte

* In der eigenen Hängematte die Elefanten von Makalali ganz entspannt bestaunen. Diese sind nämlich treue Besucher des Flussbetts und des nahe gelegenen Wasserlochs – Tag für Tag.

* Im Buschbad ein romantisches Bad nehmen. Dieses steht umgeben von einer Halbmauer und damit blickgeschützt am Rande des Camps, etwas abseits der Zelte. Hier können Sie im Kerzenschein mit einem Glas Champagner entspannen, begleitet nur von den magischen Geräuschen des afrikanischen Buschs…

* Im offenen Spa eine tolle Wellness-Massage, Reflexzonenmassage oder z.B. eine Aromatherapie bei einer professionellen Masseurin genießen. Nicht selten erhält man auch hier Besuch von den Elefanten. So erging es einer Mitreisenden, auf die wir mit dem nachmittäglichen Gamedrive warten mussten – keiner wusste, wo sie war… Dann kam sie mit einem glücklichen Lächeln auf dem Lippen zu uns und berichtete vom Grund ihrer Verspätung: während ihrer Massage kamen einige Elefanten vorbei, um sie bei der Massage zunächst einige Minuten neugierig zu beäugen und dann in aller Seelenruhe die Wasserreserven um das Spa herum auszutrinken. Das Spa ist nämlich auf einer Plattform in luftiger Höhe errichtet und von einem kleinen Teich umgeben. Sie und die Masseurin mussten dann einige Minuten warten, bis die Elefanten wieder weiterzogen.

Romantik, Natur und Luxus erwarten Sie in Garonga

* Einen Adrenalin-Kick erhält, wer mit Ranger und Spurenleser zu Fuß in den Busch aufbricht. So intim habe ich die Wildnis sonst nirgends erlebt. Makalali wird von einigen Löwenrudeln bewohnt, weswegen Ranger und Spurenleser immer besonders aufmerksam sind (und für alle Fälle ein Betäubungsgewehr dabei haben). Unser Ranger ließ uns – selbstverständlich erst nach intensiver Prüfung der Tierspuren – eine halbe Stunde allein in der Wildnis. Schweigend „setzte er uns aus“ – unmittelbar am Flussufer. Ein unvergessliches Erlebnis – inmitten der Natur und dem einzigartigen Konzert, das nur die afrikanische Wildnis bieten kann.

Zu Fuß im Busch kommt man dem Wildlife ganz nah

* Und wem das noch nicht genügt, der meldet sich für eine Übernachtung im Busch an! Nichts für schwache Nerven, aber gewiß ein einzigartiges Erlebnis, ist eine Nacht als “Sleep Out” im Busch. Ich und meine Mitreisenden wurden zu einem Baumhaus geführt, das mehrere Meter über dem Boden auf einer Holzplattform errichtet wurde. Die Ausstattung der Plattform ist spartanisch und doch komfortabel. Ein Picknickkorb mit phantastischem Essen und bestem Wein wurde uns mitgegeben. Petroleumlaternen sorgten für warmes Licht. Die “Einrichtung” des Baumhauses bestand aus einer Buschtoilette (blickgeschützt und mit Wasserspülung aber ansonsten völlig unter freiem Himmel) und einer breiten Matratze mit Moskitonetz, die wir uns geteilt haben. Das Buschdinner im Schein der Laternen und die Übernachtung unter dem offenen Himmel Afrikas waren unvergessliche Erfahrungen! Am nächsten Morgen wurden wir dann wieder abgeholt und mit einem großartigen Frühstück in einem ausgetrockneten Flussbett überrascht. Unsere Ranger und Spurensucher hatten dabei selbstverständlich stets ein wachsames Auge auf die Umgebung.

Abenteuer pur: eine Nacht im Baumhaus unter dem Himmel Afrikas

* Die ausgezeichnete Küche von Garonga genießen, die visuelle und geschmackliche Sensationen bietet. Die Mahlzeiten stellen eine gelungene Komposition der kulinarischen Kenntnisse des einheimischen Chefkochs und der erlesenen Auswahl südafrikanischer Spitzenweine dar. Alles zusammen macht jede Mahlzeit auf Garonga zu einem Genuß. Auch bei den tollen Abenden in der Boma, der traditionellen, offenen Feuerstelle. Hier habe ich fantastisches Essen genossen und die freundlichen Mitarbeiter des Camps, die mir tagsüber als Ranger, Spurenleser oder Koch begegnet sind plötzlich als tolle Geschichtenerzähler, Sänger und Tänzer kennengelernt. Ganz schnell hatte ich das Gefühl, nicht nur Tourist oder Gast zu sein, sondern Freund.

Dass sich ein exklusiver Anspruch und Verantwortung für Umwelt und Mensch nicht ausschließen, das erfährt, wer hinter die Kulissen von Garonga schaut. Wir besuchten die nur wenige hundert Meter entfernte, im Busch verborgene Solaranlage, die 40 Prozent des gesamten Strom von Garonga liefert. Gleich nebenan findet sich eine Biogasanlage, in der alle verwertbaren Abfälle zu Energie für den Betrieb der Küchen von Garonga umgewandelt werden. Eine Anlage zur Brauchwasser-Aufbereitung sorgt allzeit für einen guten Füllstand des Wasserlochs für das Wild, womit der Grundwasserspiegel in Makalali entlastet wird. Und wer sich dafür interessiert, wie die Mitarbeiter von Garonga leben, der ist in deren separatem Dorf herzlich willkommen. Selten habe ich in Südafrika ein so hübsches Angestelltendomizil gesehen.

Bei so vielen Abenteuern flogen die Stunden und Tage leider auch in Garonga allzuschnell davon. Mein Aufenthalt hier war der reinste Balsam für die Seele. Die Elefanten, die jeden Tag unsere Begleiter im Camp waren – selbst im Infinity-Pool liegend, konnten wir die faszinierenden Tiere beobachten -, die tolle Massage, das fantastische Essen, die Vielfalt des Wildlifes, die wahnsinnig freundlichen Mitarbeiter von Garonga… All das war eine wahrhaft unvergessliche Safari für die Seele!

Im dritten und letzten Teil meines Reiseberichts aus Südafrika werde ich Sie weiter nach Süden zur Küste, in den iSimangaliso Wetland Park entführen. Freuen Sie sich schon!

Herzlichst, Ihre Birgit Bergener

Wenn Sie die andere Teile noch nicht gelesen haben, hier geht es zu Teil 1 und Teil 3.

Reisetrends 2013: Magisches Südafrika – Safari in der Waterberg-Region

Magic Afrika - die Waterberg-Region in der Provinz Limpopo

Südafrika ist einer der großen Reisetrends für 2013! Das Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents bietet dem anspruchsvollen Individualreisenden alles, was das Herz begehrt. Dabei ist die Südküste mit der Gardenroute und den Winelands in der Nähe von Kapstadt beriets ein Klassiker. Weniger bekannt ist der Nordosten Südafrikas. Diese Region ist noch sehr naturbelassen und ursprünglich und es gibt viel zu entdecken. Der Tourismus beginnt hier gerade erst sich zu entwickeln. Da die Impulse hierfür nicht von großen Veranstaltern, sondern von kleinen, persönlich geführten Lodges und Camps ausgehen wird hierbei sehr auf eine nachhaltige Entwicklung geachtet. Einige dieser Camps haben sich in der Vereinigung der Classic Safari Camps of Africa zusammengeschlossen und hierfür gemeinsame Standards definiert.Diese ermöglicht es den Besuchern ganz nah und direkt in die herrliche Natur der Region einzutauchen, ohne diese mehr als unbedingt nötig zu belasten. Neben den ökologischen Aspekten werden auch soziale Standards beachtet. Faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen sind Garant für ein familiäres Flair in den Lodges, welches sich für den Gast in Form der herzlichen Gastfreundschaft der Südafrikaner widerspiegelt.

Unsere Produktmanagerin Birgit Bergener war für Sie Anfang Dezember 2012 im Nordosten Südafrikas unterwegs und hat aus erster Hand erfahren, welche spannenden Erlebnisse und Wunder Sie hier erwarten. Lesen Sie im ersten Teil ihres dreiteiligen Reiseberichts, was sie auf Ant’s Hill und in der Waterberg-Region erlebt hat:


Kaum zerknautscht landete ich in Johannesburg – der Nachtflug ohne Jetlag war ein optimaler Auftakt für eine viel versprechende Reise! Nach der Ankunft am Flughafen von Johannesburg ging es für mich und meine Mitreisenden dann direkt ab in den Mietwagen und rauf auf die Autobahn. Immer wieder überrascht Südafrika mit seiner topmodernen Infrastruktur. Einzig der Linksverkehr ist zunächst gewöhnungsbedürftig gewesen.

Die erste Reiseetappe führte in den Norden, die Provinz Limpopo. Ihr besonderer Reiz besteht vor allem in ihrer Ursprünglichkeit und natürlich auch darin, dass sie komplett malariafrei ist.

Wenn ich unterwegs auch zunächst etwas schwächelte und micht fragte, ob es die Tour wohl wert ist (normalerweise dauert die Fahrt ca. 3,5 Stunden – bei starkem Regen, wie wir ihn erlebten, waren es nahezu 6), belohnte mich dennoch der Blick aus dem Fenster und – letztendlich – die Ankunft auf der Luxus-Lodge Ant´s Hill, mitten in der Waterberg-Region!

Ant's Hill liegt idyllisch am Randes eines Hochplateaus

Ich streckte meine mittlerweile müden Knochen und trat in die wunderschöne offene, reetgedeckte, liebevoll eingerichtete Lodge. Bei dem atemberaubendem Blick über die Ebene der Waterberg-Region, der sich hier bietet hielt ich unbewußt den Atem an. Die Weite und Tiefe der Ebene war sehr beeindruckend und manch einem aus unserer Gruppe standen vor Rührung gar die Tränen in den Augen.

Ant und Tessa Baber, die Inhaber der Lodge, haben hier ihren persönlichen Traum verwirklicht. Die Familie Baber kam 1886 von Irland nach Südafrika und kämpfte sich im Planwagen mit ihren paar Habseligkeiten hoch in diese wilde Region als eine der ersten Pioniere. Unvorstellbar, welche Anstrengungen Sie dabei unternommen haben müssen, denn schon der Weg mit dem Auto war ja recht fordernd… Die Liebe und Leidenschaft für die Weite, das Abenteuer und das afrikanische Wildlife, die Ihre Vorfahren hierhin geführt haben ist auch bei Ant und Tessa unverändert. Mitte der 90er Jahre renovierten die beiden das alte Farmhaus der Familie – der Anfang war gemacht. Heute ist Ant´s Hill ein unbeschreiblich schöner Ort, der für jeden alles möglich macht. Man hat das Gefühl, im schönsten Mittelpunkt der Erde zu sein. Ob man die Seele baumeln lässt und wieder zu sich findet, ob man romantische Moment genießen möchte (man kann hier auch wunderbar heiraten!) oder gerne aktiv ist. Hier ist auch der perfekt Ort für Familien, Mountainbike-Fahrer, Wanderer oder Reiter (total egal ob Profi oder blutiger Anfänger!). Tessa stammt aus Kenia und hat ein Faible für Dekoration und Kunst. Dies spürt man in jedem kleinsten Winkel von Ant´s.

Zu Pferd kommt man Natur und Wildlife unglaublich nah

Unglaublich warmherzig und flexibel empfing uns das Team von Ant´s Hill. Morgens haben wir beim gemütlichen Frühstück mit Traumausblick ganz entspannt unseren Tag geplant. Die Tierwelt der Waterberg-Region ist faszinierend und abwechslungsreich – dadurch, dass keine Löwen im Reservat sind, kann man sich hier ohne Bedenken zu Fuß, auf dem Mountainbike oder auf dem Pferderücken bewegen. Ant´s Hill hat über 80 Pferde auf dem Gelände, die mit den wilden Tieren gemeinsam leben. Der Ranger pfeift, die Pferde kommen, werden gesattelt und los geht das Abenteuer! Die Tiere sind daher so vertraut miteinander, dass man an das Wildlife “face to face” heran kommt. Mit etwas Glück sogar an die sonst sehr scheuen Nashörner!

Ja, die Nashörner. Der einzige Wermutstropfen in dieser scheinbar unverwundbaren Idylle. Die Wilderei in Südafrika hat leider extrem zugenommen. China und Vietnam zahlen horrende Preise für das Horn, so dass mittlerweile durchschnittlich ein Nashorn pro Tag in Südafrika getötet wird. Auch Ant´s ist leider davon betroffen. Aus diesem Grund engagieren sich Tessa, Ant und ihr Team. Sie haben eine Rhino Foundation gegründet, die mit verschiedenen Maßnahmen die Wilderei einzudämmen versucht.

Die Schwesterlodge Ant's Nest hat ihren ganz eigenen Zauber

Ant´s Nest, die Schwesterlodge von Ant’s Hill, ist ca. 20 Minuten von dieser entfernt. Mit dem Mountainbike 50 bis 60 Minuten. Wir radelten natürlich und starteten die Tour im Schweiße unseres Angesichts. Welch ein Erlebnis! Mitten durch die afrikanische Wildnis, vorbei an vielen kleinen und großen Tieren, da vergisst man schon mal, dass man leicht kurzatmig wird bei den doch recht anspruchsvollen Steigungen. Hier trainieren nicht zuletzt Triathleten und Marathonläufer. Angekommen in Ant´s Nest erwartete uns der nächste atemberaubende Anblick über das weite Land. Diese Lodge ist im kenianischen Stil gestaltet – Magic Africa in Reinform! Es begrüßte uns die beste Freundin von Tessa – Alexandra Spyratos, eine Künstlerin, die ihrer Leidenschaft für Afrika professionell und schwer beeindruckend in ihren Bildern Ausdruck verleiht. Eine außergewöhnliche Frau, die nebenher Zumba für Gehörlose in Kenia unterrichtet. Und bevor wir uns versahen, bekamen auch wir eine Zumba-Stunde – inmitten der afrikanischen Natur!

Abends durften wir die Nashorn-Fütterung unmittelbar am Privathaus von Tessa und Ant miterleben, bei der sogar ein Junges dabei war! Wir waren alle zutiefst berührt.

Ein Buschbarbeque als Stärkung während der Safari

Und so könnte man weiter schwärmen – von den Menschen, den Tieren, dem Picknick inmitten der Natur auf dem Waterbergplateau mit atemberaubendem Blick in die Ebene, von den Haustieren (Pferde und Hunde), die ohne Berührungsangst gemeinsam mit den wilden Tieren leben. Besonders gut gefallen hat mir der kleine Souvenirshop in Ant´s Hill. Die Handwerks-, Kunst- und Schmuckstücke, die hier angeboten werden sind alle von den Angestellten der Lodge hergestellt, die so Ihre Kunstfertigkeit und traditionelles Handwerk pflegen können und sich ein kleines Zubrot verdienen. Ein weiteres Highlight der Lodge ist die unglaublich delikate Küche. Derzeit ist Peter aus Malawi der Haus- und Hofkoch von Ant´s. Er kochte bereits für das Königshaus von Malawi und das merkt man dem Essen durchaus an! Bei all den Schlemmereien war ich sehr dankbar für die vielfältigen Möglichkeit, mich aktiv zu betätigen.

Immer und überall begleitet einen auf Ant’s Hill die spektakuläre Aussicht. Egal, ob nach der Anreise oder wenn es per Mountainbike mal bergauf ging – ein Blick nach vorne reichte und ich war in Sekundenschnelle wieder geerdet – Geist und Seele erfüllt von Glück und Frieden.

Der Abschied von Ant’s Hill fiehl mir schwer. Ich wäre gern noch sehr viel länger geblieben.

Aber die Fahrt Richtung Swaziland hat mich dann schnell getröstet – trotz der ca. 6 Stunden Fahrdauer.

Tafelberge und fruchtbares Land säumen die Strecke nach Swaziland

Einmal mehr wurde mir die unglaubliche Vielseitigkeit von Südafrika bewusst. Die Berge, die wir bestaunten, als wir die Waterbergregion verließen sind hoch und mächtig. Dabei ist die Region unglaublich fruchtbar. Hier werden Bananen, Avocados, Ananas, Mangos, Litschis und viel mehr angebaut. Das milde Klima bietet dabei beste Bedingungen für reiche und köstliche Ernten. Teilweise hatte ich hier wirklich das Gefühl, durchs Paradies zu fahren.

Wie meine Reise mich weiter ins tiefste, ursprüngliche Afrika, bis zur Grenze des weltbekannten Krüger Nationalparks führt, das erfahren Sie im zweiten Teil meines Berichts. Seien Sie gespannt!

Herzlichst, Ihre Birgit Bergener

Folgen Sie Birgit auf Ihrer Reise. Hier geht es zu Teil 2 und Teil 3.

Die Malediven – ein Inseltraum wird wahr!

Lesen Sie heute, was unsere Reisespezialistin Mona Wandelt bei ihrer letztjährigen Reise auf die Malediven erlebt hat und lassen Sie sich zum Träumen verführen:

“Die wunderschöne Inselwelt der Malediven hat mich schon immer fasziniert – paradiesische Atolle aus zahllosen kleinen und großen Inseln, die von artenreichen Korallenriffen umgeben inmitten des azurblauen Meeres liegen – was kann schöner sein?! Im letzten Jahr war ich wieder auf den Malediven und habe zwei der tollen Inseln zusammen mit meinem Freund besucht. Dabei wohnten wir im Westen der Malediven auf dem Süd-Ahri Atoll im LUX* Maldives und im Norden des Inselstaates auf dem Haa-Alifu-Atoll im The Island Hideaway.

Fliegen auf den Malediven ist an sich schon ein Erlebnis

Aber ich fange einfach mal vorne an.
Bei unserer Ankunft auf den Malediven landeten wir auf einem Flughafen wie keinem anderen. Eine größere, direkt der Hauptstadt Malé vorgelagerte Insel wurde komplett zum Flughafen Male umgebaut. Hier landen nicht nur große Flugzeuge, sondern auch die Wasserflugzeuge, mit denen man viele der kleinen Insel-Resorts ansteuern kann. Der Anblick der grasgrünen Landebahn des Flughafens, die plötzlich mitten im offenen blauen Meer auftaucht, ist schon ein Erlebnis für sich!
Am Flughafen wurden wir von einem Mitarbeiter des LUX* Maldives empfangen und dann ging es mit dem Bus auf die andere Seite der Insel. Bei der Fahrt konnten wir schon einige Wasserflugzeuge bei Start und Landung beobachten und unsere Vorfreude, gleich selbst wieder abzuheben war wahnsinnig groß.

Die Wartezeit bis zum Abflug unseres Wasserflugzeugs verbrachten wir in der Hotellounge des LUX* Maldives, wo uns Snacks und Getränke serviert wurden und wir schon ins Hotel einchecken konnten.
Nach einer halben Stunde ging es dann los! Wir stiegen in das Flugzeug, das sich ganz sanft mit den kleinen Wellen bewegte und kurz darauf hoben wir ab. Der Flug dauerte leider nur knapp 30 Minuten – viel zu kurz, denn die Aussicht auf die unter uns vorbeiziehende Inselwelt war unglaublich schön! Mit einer butterweichen Landung erreichten wir dann im Westen der Malediven, genauer gesagt im Süd-Ari Atoll, das LUX* Maldives.

Das LUX* Maldives vereint Luxus und persönlichen Charme

Wir wurden am Steg von den Mitarbeitern des Luxus-Resorts empfangen und begrüßt. Nach einem Willkommensgetränk ging es mit dem Golfbuggy zu unserer gebuchten Beach Villa.
Die Villen des LUX* Maldives sind sehr farbenfroh und frisch eingerichtet. Obwohl sie wirklich sehr luxuriös sind, kommt hier ganz schnell eine warme Wohlfühlamtosphäre und das Gefühl, zuhause zu sein, auf. Ganz besonders ist, dass alle Strandvillen ein Außenbadezimmer besitzen, das natürlich so gestaltet ist, dass man absolute Privatsphäre besitzt und keiner von außen reinschauen kann. Alleine schon morgens, bei etwas so Banalem wie Zähne putzen, die Meeresbrise zu spüren und den Blick über das blaue Meer schweifen zu lassen, ist ein Erlebnis gewesen, dass ich sicher nie vergessen werde! Auf der Terrasse der Villa lagen wir ganz entspannt im Schatten der Palmen und wenn es uns doch mal zu warm wurde, konnten wir einfach ins türkisblaue Wasser springen – was will man mehr.

Morgens wird in zwei der insgesamt sieben Restaurants des LUX* Maldives Frühstück serviert. Entweder zu Land, im großen Hauptrestaurant The Island Kitchen oder auf dem Wasser im East. Wir haben uns morgens wie auch abends immer abgewechselt. Ein großes Highlight war das Abendessen im Allegria. Das ist das italienische Restaurant und ich muss sagen, so gut haben wir lange nicht mehr italienisch gegessen. Wenn wir nach dem leckeren Essen noch nicht müde waren, ging es noch an die Bar, wo fast jeden Abend eine Band live spielt.
Was wir auch echt klasse fanden ist, dass auf der ganzen Insel an ruhigen und idyllischen Plätzen Hängematten und superbequeme Sessel bereitstehen. Man findet somit immer einen Platz, an dem man ganz in Ruhe und in privater Atmosphäre die Insel genießen und die Zeit vergessen kann.

Tauchen mit den Walhaien beim LUX* Maldives

Das größte Highlight des LUX* Maldives sind und bleiben für mich jedoch die Walhaie, die ganzjährig mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Nähe der Insel zu finden sind. Mit einem Boot kann man etwas hinaus aufs Riff fahren und dort mit diesen sanften Riesen – die zum Glück Vegetarier sind – schwimmen. Wenn einer der bis zu 10 m langen Fische nur einen oder zwei Meter entfernt an einem vorbeizieht, kommt man sich ganz klein vor und spürt einen ganz besonderen Respekt für die Wunder der Natur.

Nach ein paar Tagen mussten wir uns leider von der Insel verabschieden, aber es ging Gott sei Dank für uns noch nicht nach Hause!

Mit dem Wasserflugzeug reisten wir zurück nach Malé, wo wir von einem Mitarbeiter des Island Hideaway empfangen und in die Flughafen-Lounge gebracht wurden.
Diesmal ging es ca. 50 Minuten mit einem regulären Inlandsflug per Propellermaschine in den Norden nach Hanimaadhoo. Hier wurden wir von unserem persönlichen Butler abgeholt, der ab hier 24 Stunden am Tag für uns zur Verfügung stand. Weiter ging es ca. 20 Minuten mit dem Speedboat zum Island Hideaway. Die Anreise mit dem schnellen Boot ist definitiv auch ein Erlebnis, bei dem wir richtig viel Spaß hatten. Ich fühlte mich fast ein bisschen wie ein Bond-Girl als wir mit dem Fahrtwind im Gesicht auf die paradiesisch grüne Insel inmitten des blauen Ozeans zusteuerten.

The Island Hideaway im Norden der Malediven

Im Island Hideaway hatte ich dann vom ersten Moment an das Gefühl im Paradies und zugleich auch zu Hause angekommen zu sein. Die Insel ist sehr groß und wir wurden vom Bootssteg mit dem Buggy zu unserer Luxus-Villa gebracht. Vor den Villen stehen auch Fahrräder, mit denen man zum Restaurant oder ins Spa fahren kann.
Bei der Ankunft in unserer Villa konnten wir erst gar nicht glauben, dass die ganze Villa für uns sein sollte – auf 176 qm purem Luxus wohnt man ja nicht alle Tage! Ganz toll am Island Hideaway ist übrigens die große Privatsphäre, die die Insel bietet, da sie sehr dicht bewachsen ist und dichte Mangrovenwälder jede der Villen umgeben.

Auch hier hatten wir mehrere Restaurants zur Auswahl. Das Matheefaru ist das Hauptrestaurant und man genießt in legerer Atmosphäre – gerne auch barfuß mit dem warmen Sand zwischen den Zehen – internationale und mediterrane Küche sowie Meeresfrüchte-Spezialitäten.
Wenn wir Lust auf die asiatische Küche hatten, sind wir abends ins Gaafushi gegangen, dem Restaurant, welches auf Stelzen in der Lagune erbaut ist. Es ist eine ganz andere Atmosphäre auf dem Wasser zu essen, vor allem abends wenn das Meer ganz ruhig ist und alles schläft.
Die meiste Zeit über waren wir im Wasser zum schnorcheln, schwimmen und tauchen, oder auf der Terrasse, wo wir uns die Sonne ins Gesicht schienen ließen und einfach nur ausruhten. Da das Island Hideaway an einer großen Meeresströmung liegt, besuchen auch größere Fische und Säugetiere wie Delfine und Haie die Insel.

Das Gefühl einer Privatinsel im The Island Hideaway

Zum krönenden Abschluss haben wir uns eine Behandlung im exklusiven Spa des Island Hideaway gegönnt. Die Spa-Pavillions sind auf Stelzen über dem Wasser gebaut und während der Behandlung hört man unter sich sanft die Wellen plätschern und schaut hinaus auf die Weite des Ozeans. Ich kann Ihnen das nur empfehlen – danach fühlte ich mich, als würde ich auf Wolken gehen.

Wir haben uns auf der Insel wirklich sehr wohl gefühlt und hatten eine großartige Zeit. Und obwohl fast alle Villen belegt waren, hatten wir immer das Gefühl sehr großer Privatsphäre – fast, als würde uns die Insel ganz alleine gehören.

Als es dann wieder zurück nach Deutschland ging, waren wir beide ein bisschen traurig, dass dieser traumhafte Urlaub schon vorbei war. Aber die Erinnerung an die vielen schönen Erlebnisse hält bis heute an und das war sicherlich auch nicht unsere letzte Reise auf die Malediven!

Herzlichst, Ihre Mona Wandelt”

Heiraten á la carte – Ihre individuelle Hochzeitsreise mit itravel

Mit itravel erleben Sie eine Hochzeit mit dem besonderen Etwas

Der Herbst kündigt sich langsam an und viele verliebte Paare denken jetzt ans Heiraten. Gehören Sie auch dazu? Dann lassen Sie sich von uns heute mit tollen Ideen und Tipps für eine wunderbare Hochzeit im Ausland oder eine unvergessliche Hochzeitsreise inspirieren!

Zunächst einmal: für eine schöne und stressfreie Hochzeit ist gute Planung das A und O. Gerade wenn Sie zum ersten Mal heiraten sollten Sie sorgfältig planen und Ihr Budget festlegen. Paare, die ein Jubiläum wie die Silberhochzeit feiern wollen, oder ganz romantisch ihr Ehegelöbnis erneuern möchten haben hier natürlich einen kleinen Erfahrungsvorteil. In jedem Fall können Sie sich viel Arbeit und Stress ersparen, indem Sie sich für die Planung Ihrer Hochzeit und Hochzeitsreise einen kompetenten Partner suchen. Da wir bei itravel auf die Planung individueller Reiseerlebnisse spezialisiert sind, können wir diese Stärke natürlich gerade bei Hochzeitsreisen voll ausspielen und das kommt Ihnen zugute.

Mit guter Planung sind einzigartige Hochzeitsarrangements kein Problem

Bei einer Hochzeit im Ausland, zum Beispiel auf der traumhaften Insel Mauritius im Indischen Ozean, haben Sie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, bei denen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dies fängt mit Ihrer Ankunft auf der Insel an, wo Sie per Privattransfer ganz entspannt zum Hotel gebracht werden. Weiterhin kümmern wir uns in Zusammenarbeit mit unseren Partnern vor Ort auf Wunsch um alle großen und kleinen Arrangements. Von der der Auswahl eines Ortes für die amtliche Zeremonie über dessen Dekoration, einen romantisches Frühstück am Morgen des Hochzeitstages, den persönlichen Stylisten für die Braut bis zur standesgemäßen Anreise zum Ort der Trauung planen wir alles gemäß Ihren Wünschen. Natürlich organisieren wir Ihnen auch einen deutsch sprechenden Begleiter, der Sie bei den anstehenden Formalitäten unterstützt, damit Ihre Ehe auch zuhause rechtsgültig ist. Im Anschluss können Sie dann sofort Ihre Flitterwochen genießen, denn die zauberhafte Insel Mauritius bietet Ihnen neben paradiesischen Badestränden von luxuriösen Spa-Erlebnissen über Golf bis zu exklusiver Kulinarik und romantischen Ausritten am Strand im Sonnenuntergang unzählige tolle Erlebnisse.

Heiraten im Paradies - das Ja-Wort auf der Insel Mauritius

Falls Sie lieber zuhause im Kreise von Familie und Freunden heiraten wollen und auf der Suche nach einer besonderen Hochzeitsreise sind werden Sie bei uns sicher auch fündig. In Thailand, an der Küste der Region Khao Lak erwartet Sie zum Beispiel das edle Luxus-Resort The Sarojin. Dieses exklusive Resort verwöhnt seine Gäste mit einer atemberaubenden Vielfalt von spannenden Erlebnissen. Neben einem 11 km langen, weißen Traumstrand erwarten Sie hier fünf einzigartige Nationalparks in unmittelbarer Umgebung oder die weltbekannten Similan Islands, die zu den besten Tauchrevieren der Erde gehören. Um diese Vielfalt voll auskosten zu können bietet das The Sarojin Ihnen seinen besonderen “Imagineer” Service. Dabei kann jeder Wunsch realisiert werden. Ganz egal, ob Sie ein romantisches Frühstück am einsamen Strand einer nahe gelegenen unbewohnten Insel genießen wollen oder unter Wasser zwischen tausend bunten Fischen und Korallen noch mal symbolisch die Ringe tauschen – Ihre Fantasie ist die einzige Grenze, die hier gilt.

Im Luxus-Resort The Sarojin werden Wünsche wahr

Natürlich können Sie auch jede andere Reise von itravel als Hochzeitsreise machen. Sprechen Sie uns einfach an, wir planen für Sie unvergessliche Tage und zaubern immer noch ein persönliches und romantisches Extra für Sie aus dem Hut.

Für Ihre Hochzeitsplanung finden Sie natürlich auch im Internet hilfreiche Tipps. Bei hochzeitsportal-deutschland.de erwartet Sie zum Beispiel ein breites Angebot rund um die perfekte Hochzeitsplanung.

Wenn Sie ein persönliches Gespräch mehr schätzen nutzen Sie die Möglichkeit, sich von uns exklusiv auf den anstehenden Trau Dich-Messen beraten zu lassen. In Köln (27./28.10.12), Hamburg (3./4.11.12) und München (10./11.11.12) stehen wir Ihnen mit inspirierenden Ideen und individueller Beratung gerne zur Verfügung.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

La Réunion – Vom Ursprung an genussvoll

La Réunion

In den blauen Weiten des Indischen Ozeans liegt die traumhafte Insel La Réunion.
Sie entstand vor etwa drei Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität an den sich bewegenden Kontinentalplatten und besteht deswegen aus einer Gruppierung von benachbarten Vulkankegeln, die zwischen sich abgeschiedene Talkessel formen. Bis heute weist der Piton de la Fournaise mit etwa einer Eruption pro Jahr eine starke Aktivität auf und gilt damit als einer der aktivsten Vulkane der Welt.

La Reunion - Vulkaninsel im Indischen Ozean

Die Insel La Réunion wurde erstmals im 10. Jahrhundert von arabischen Seefahrern entdeckt und auf den Namen „diva maghrebin“ – „Westinsel“ – getauft. Als erster Europäer entdeckte der Portugiese Pedro Mascarenhas die Insel im Jahr 1512. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts war die damals Santa Apollonia genannte Insel unbewohnt und so konnten sich dort einzigartige Ökosysteme ganz frei von menschlichen Einflüssen entwickeln. 1663 wurde die Insel dann von den Franzosen besetzt und so zur ersten französischen Kolonie im Indischen Ozean. Die Insel wurde bald zu einer der einträglichsten Kaffee- und Gewürzkolonien der französischen Krone und kam so auch zu ihrem ersten Namen “Ile Bourbon”. Bevölkert wurde sie neben den Siedlern von Sklaven, die hauptsächlich aus Madagaskar, Afrika und Indien stammten.
Nach den Wirren der französischen Revolution und der Machtergreifung Napoleons wurde die Insel mehrfach umbenannt und zwischenzeitlich auch von den Briten besetzt.
Noch bis 1946 blieb La Réunion eine französische Kolonie, bis sie dann ihren heutigen Status als französisches Überseedepartement erlangte.

Schätze der Insel von Kultur bis Natur

Aufgrund dieser wechselhaften Geschichte haben die Bewohner La Réunions, die Kreolen, eine ganz besondere Bindung zu „ihrer“ Insel und zelebrieren ihre vielfältige und bunte Kultur. Diese beruht hauptsächlich auf der als „Métissage“ bezeichneten Vermischung der französischen Siedler mit ihren ehemaligen Sklaven, wobei ein jeder Aspekte seiner Ursprungskultur zu dem neu entstehenden, friedlichen Zusammenleben beisteuerte. Die kreolische Kultur auf La Réunion verbindet auf einzigartige Weise die Zelebration kulinarischer Genüsse und den typisch französischen Anspruch hochwertiger Ästhetik mit der ursprünglichen Lebensfreude und dem Temperament Afrikas. So entstand eine spannende Melange, die sich in Architektur, Kultur, Lebensart und Kulinarik widerspiegelt.

Kreolische Architektur auf La Reunion

Die kreolische Architektur präsentiert sich ganz wundervoll in dem Städtchen Hell-Bourg. Die Gemeinde wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Talkessel von Salazie gegründet, nachdem dort heiße Quellen entdeckt worden waren. Das 32 Grad warme, eisenhaltige Wasser galt als heilsam für zahlreiche Leiden und war Anlass zur Gründung eines Thermalbades. Kurz darauf wurde auch ein Casino erbaut und natürlich errichteten viele wohlhabende Kreolen hier elegante Villen. Das Heilbad war schnell bis weit über die Grenzen der Insel hinaus bekannt und wurde zum Anziehungspunkt vieler Besucher. Im 20. Jahrhundert kam es im Zuge von geologischen Aktivitäten zu einem Erkalten und sogar kompletten Versiegen der Quellen, was den Untergang des Heilbades einläutete. Die Kreolen La Réunions machten jedoch das Beste aus dieser Situation und kultivierten hier weiter ihren Lebensstil. Diesen haben sie bis heute so authentisch bewahrt, dass Hell-Bourg seit 1999 in der offiziellen Liste der „schönsten Dörfer Frankreichs“ geführt wird. Bei einem Besuch in Hell-Bourg wird Ihnen auch sofort klar, warum dies mehr als berechtigt ist. Die zahlreichen pittoresken kreolischen Villen, der einzigartig bunte Friedhof und das Fehlen jeglicher Anzeichen der Moderne (wie Telefon- oder Strommasten) versetzen den Besucher ganz schnell zurück in Glanz und Glorie vergangener Zeiten.

Kulinarische Genüsse auf der Insel der Vanille

Auch in der Küche der Insel spiegelt sich ihr besonderer Reiz. Durch die Vermischung der französischen mit der afrikanischen und indischen Esskultur entstand die kreolische Küche La Réunions. In ihr trifft der klassische französische Anspruch auf die bunt gefüllten Kochtöpfe der Ursprungsländer der ehemaligen Sklaven, und beide Einflüsse bereichern sich gegenseitig. Haben Sie schon einmal Ente gewürzt mit feinster Bourbonvanille gekostet? Solche Genüsse erwarten Sie auf La Réunion. Auch das traditionelle „Carri“, dessen Wurzeln im indischen Curry liegen ist von La Réunion nicht wegzudenken. Vielfalt und Experimentierfreude bringen hier abwechslungsreiche Genüsse auf den Tisch, in denen sich immer lokale und frische Produkte finden. Dabei dürfen edle Gewürze – auch heute noch kostbare Güter der Insel – nicht fehlen. Zum Essen genießt man auf der Insel gerne die hochwertigen Weine, die zum Beispiel im Talkessel von Cialos angebaut und gekeltert werden. Die vulkanischen Böden der Insel verleihen diesen ein einzigartiges Aroma. Und nach dem Mahl wird ein Gläschen Rum serviert. Gebrannt aus dem Zuckerrohr, das seit Jahrhunderten auf La Réunion kultiviert wird, wird der Rum gerne „arrangé“ – mit Früchten oder Kräutern aromatisiert – als Digestiv serviert. Ein ganz wichtiges Element der kreolischen Esskultur ist auch, wie und wo gegessen wird. Das sonntägliche Picknick mit Familie und Freunden am Strand, in den Wäldern oder auf einer wunderschönen Bergwiese gehört auf La Réunion einfach dazu! Es sollte einen bei den zahlreichen idyllischen Panoramen, mit denen die Insel das Auge erfreut auch nicht wundern, dass die Kreolen keine Stubenhocker sind, wenn es ums Essen geht. Wenn Sie per Mietwagen auf La Réunion unterwegs sind, sollten Sie sich von dieser Tradition durchaus anstecken lassen. Kaufen Sie sich in den Bäckereien und Delikatessengeschäften der Insel Ihren Proviantkorb zusammen und lassen Sie sich unterwegs an dem Aussichtspunkt, der für Sie die schönste Aussicht bietet zu einer Pause nieder. Auch für Aktivurlauber, die gerne wandern oder per Mountainbike die Natur erleben bietet sich diese Form des Gourmetgenusses in freier Natur perfekt an!

La Réunion ist in seiner Vielfalt, Ursprünglichkeit und mit seinem Charme ein spannendes Reiseziel für Genießer, Abenteurer und Naturfreunde, die gerne Authentizität mit luxuriösem Anspruch verbinden. Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie mit itravel eine La Réunion Reise, die Sie verzaubern wird.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

Verlobung made in Kanada – Unsere PR-Managerin berichtet von ihrem einzigartigen Heiratsantrag!

Mit einem kreativen Heiratsantrag beginnt eine ganze besondere "Reise"

Die Hochzeit mit dem Menschen, den man liebt, ist für jedes Paar der schönste Tag im Leben. Doch bevor es soweit ist, braucht es erst einmal den schönsten Moment im Leben: den Heiratsantrag. Hier ist Kreativität gefragt, denn diese besondere Frage verdient einen einzigartigen und unvergesslichen Rahmen. Eine gemeinsame Reise in deren Verlauf Sie Ihrem Partner „die Frage“ stellen, kann genau dieser Rahmen sein.

Unsere PR-Managerin Viktoria Vree erhielt Ihren Heiratsantrag während einer Rundreise durch die wildromantischen Weiten Kanadas und teilt dieses einzigartige Erlebnis heute mit Ihnen – lassen Sie sich inspirieren!

Unsere PR-Managerin Viktoria erzählt Ihnen von Ihrem Heiratsantrag

„Meinen Heiratsantrag habe ich am vorletzten Abend unserer Reise durch Kanada bekommen. Hinter uns lagen vierzehn unvergessliche Tage: Wir hatten zunächst Vancouver erkundet. Diese moderne und sehr grüne Stadt wurde nicht umsonst schon mehrfach zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität der Welt gewählt. Die entspannte und freundliche Stimmung hier ist einfach ansteckend! Anschließend sind wir durch British Columbia gereist, wo ein Nationalpark mit atemberaubender Natur sich an den nächsten reiht. Wir haben hier einige Tage an den schneebedeckten Gipfeln der Rocky Mountains verbracht und sind schließlich nach Vancouver Island übergesetzt. Begeistert von Land und Menschen, Flora und Fauna und dem „canadian way of live“ dachte ich nicht, dass die vielen schönen Eindrücke noch getoppt werden konnten. Aber hinterher ist man ja immer schlauer…

Von Vancouver bis zur Küste
Landschaften, die zum Träumen einladen

Im Pacific Rim National Park hat sich mein Freund dann tatsächlich getraut – ganz romantisch bei Sonnenuntergang und mit perfektem Blick auf den Pazifik. In der Ferne stiegen die Fontänen einiger Wale in die Luft – wer kann da schon „nein“ sagen? Es war ein wundervoller, ergreifender, absolut unvergesslicher Moment und mein Verlobungsring bestand aus einem der Jade-Steine, für welche Bristish Columbia bekannt ist – also etwas ganz besonderes, wie ich finde.
Obwohl ich immer behauptet habe, dass der Ort, an dem ich einmal meinen Heiratsantrag bekommen sollte, für mich nicht entscheidend ist, bin ich meinem Partner heute doch sehr dankbar, dass er nicht nur den richtigen Moment, sondern auch den richtigen Ort gewählt hat. So wird unser gemeinsamer Weg jetzt immer mit dem kleinen Örtchen „Ucluelet“ auf Vancouver Island verbunden sein. Der Name stammt übrigens aus der Sprache der indianischen Bevölkerung und heißt soviel wie „sicherer Hafen“. Nicht gerade das schlechteste Omen, oder?“

Wenn Sie noch auf Ideensuche nach einem ähnlich fantastischen Ort für Ihren Heiratsantrag sind, stöbern Sie doch mal auf itravel.de oder lassen Sie sich von unseren erfahrenen Reiseexperten beraten.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

Auf Darwins Spuren

Versteckte Paradiese erkunden
Die Galápagos-Inseln sind der Inbegriff für unberührte Naturparadiese und die beeindruckende Macht der Evolution. Die Inseln liegen etwa 1000 km vor der Westküste Südamerikas und gehören zum Staatsgebiet von Ecuador. Sie wurden weltbekannt, nachdem Charles Darwin sie 1835 besuchte und daraufhin seine Evolutionstheorie entwickelte.

Viele Besucher möchten dieses Paradies auf Erden gerne mit eigenen Augen sehen. Um dies zu ermöglichen und die Besonderheiten der einzigartigen Ökosysteme trotzdem zu bewahren, wurde im Jahre 1958 die Galápagos-Nationalparkverwaltung installiert. Die Behörde hat seitdem schon viel für den Erhalt der Inseln erreicht, steht aber auch für die Zukunft ständig vor neuen Herausforderungen.

Die Tiere auf den Galápagos-Inseln haben sich so isoliert entwickelt, dass sie bis heute keine Scheu vor Menschen besitzen. Dies erlaubt den Besuchern einerseits zwar einzigartige Erfahrungen zu machen, da sie das natürliche Verhalten der Tiere aus recht geringer Distanz beobachten können, stellt für das Ökosystem aber auch eine Gefahr dar. Das Einschleppen fremder Arten und besondern von Krankheitserregern kann schnell für eine ganze Population gefährlich werden.

Charles Darwin Foundation
Um den Spagat aus Tourismus und Erhalt der Ökosysteme zu bewältigen, fördert die Galápagos-Nationalparkverwaltung einen naturschonenden Ökotourismus, der nachhaltig und für die Bewohner der Inseln zugleich wirtschaftlich ist. Dabei wird bevorzugt auf die Zusammenarbeit mit lokalen Veranstaltern gesetzt.

Die insgesamt 70 Besucherstätten an Land und die 75 marinen Besucherstätten werden von 320 spezialisierten Parkguides betreut. Diese werden in Kooperation mit der international renommierten Charles Darwin Foundation ausgebildet und dienen den Besuchern als Führer. Zugleich erheben sie bei Ihren täglichen Touren auf den Inseln wichtige ökologische Rahmendaten, die für Forschungszwecke gesammelt werden.

Die Zahl der Besucher ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, weswegen zum Schutz der Ökosysteme strenge Regeln und Kontrollen nötig sind. Pro Jahr werden beispielsweise alleine ca. 1.400 Kontrollen der Schiffe, die die Inseln ansteuern dürfen, durchgeführt. Weiterhin wurden effiziente Systeme zur Müllvermeidung und -trennung entwickelt. Um während des Betriebs, aber auch für den Fall einer Havarie eines Schiffes das Risiko für die Natur zu minimieren, dürfen Schiffe nur schwefelarmen Treibstoff verwenden und kein Schweröl benutzen. Hier setzten die Galápagos-Inseln vorbildliche und moderne Maßstäbe, denn gerade austretendes Schweröl führt bei Schiffsunglücken immer wieder zu schweren Umweltschäden, die oft langfristige Folgen haben.

Per Boot zu spektakulären Plätzen
Um das sensible Gleichgewicht zwischen dem Wunsch der Menschen, die Inseln zu besuchen und dem Erhalt eines möglichst unbeeinflussten Ökosystems zu gewährleisten, hat die Gapápagos-Nationalparkverwaltung ein ausgeklügeltes, vierstufiges Besuchermanagementsystem entwickelt.

Die erste Stufe stellt hierbei die Kategorisierung der Besucherstätten dar. Alle Naturstätten, die auf den Inseln besuchbar sind, wurden dazu in vier Klassen eingeordnet. Zonen mit beschränktem Zugang zeichnen sich durch ihre hoch sensiblen Ökosysteme aus, die sehr empfindlich und leicht gefährdet sind. Aus diesem Grund ist hier der Zugang nur mit einer besonderen Erlaubnis gestattet. Diese erhalten zum Beispiel Wissenschaftler im Rahmen von Forschungsprojekten. Die Intensiv-Zonen machen den größten Teil der Besucherstätten des Parks aus und spiegeln die vielfältigen Ökosysteme der Inseln wieder. Sie umfassen Strände mit Kolonien von Meerechsen oder Seelöwen, die Felsen der Blaufußtölpel, aber auch Stätten an den Vulkanen oder dem berühmten „Chinesenhut“. Ebenso gehören hierzu versteckte Buchten, Höhlen und Korallenriffe. Diese Stätten können beispielsweise bei geführten Wanderungen oder im Rahmen von Fotosafaris per Boot besucht werden. An den marinen Besuchsstätten werden oft auch Kayaktouren und Schnorchelausflüge angeboten. Die Bildungszonen umfassen meist eine lokale Einrichtung, wie ein Forschungszentrum oder eine Seminarstätte, die vor Ort arbeitet und besondere Besucherprogramme anbietet. Schließlich gibt es noch die Erholungszonen. Diese sind in der Regel leicht zugänglich – zum Beispiel zu Fuß – und liegen meist in der Nähe von Siedlungen. Hier können Besucher die Natur ganz entspannt genießen. An einigen Stätten ist es mit einer im Voraus zu beantragenden Erlaubnis auch möglich zu campen.

Die zweite Stufe des Managementsystems umfasst die Regelung der Besucheranzahl. Je nach Besucherzone ist diese limitiert, um die verschiedenen Ökosysteme möglichst wenig zu belasten. Auch hier wird darauf geachtet eine Balance zwischen den Interessen der Besucher und jenen der Naturschützer herzustellen. Dies wird zum Beispiel dadurch erreicht, dass die Besucher gezielt bezüglich der Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln beim Besuch der Inseln geschult werden. Durch sein eigenes Verhalten kann so jeder dazu beitragen, die ursprüngliche Natur auch für zukünftige Generationen zu bewahren.

Die dritte Stufe stellt das Tourismusmonitoring dar. Dies bedeutet, dass der Einfluss, den der Tourismus auf die Ökosysteme hat, genau beobachtet und erfasst wird. So werden von den Parkguides beispielsweise regelmäßig Messungen der Breite von Wanderpfaden durchgeführt. Da es auf den Inseln keine befestigten Wege gibt, könnte eine zu starke Nutzung der Pfade nämlich zur Erosion der Böden und damit zu einer Schädigung der Pflanzenwelt führen. Auch Analysen von Wasserproben durch die Forschungsinstitute auf Galápagos gehören zu diesen Maßnahmen.

Die letzte Stufe, in die Erkenntnisse aus den ersten drei Stufen einfließen, stellt die Definition von Reiserouten auf den Inseln dar. Die Parkverwaltung legt dazu definierte Routen fest, für die von den lokalen Veranstaltern Lizenzen erworben werden können. Der Inhalt dieser Lizenzen umfasst dann die Anzahl und Art der besuchbaren Stätten, die Zahl der Besucher und deren Verweildauer. Es gibt beispielsweise Routen, die sieben Tage umfassen, innerhalb derer 28 Besucherstätten angefahren werden dürfen. Dabei werden maximal zwei Stätten pro Tagesfahrt angesteuert. Dies könnte zum Beispiel vormittags eine geführte Wanderung zu einer Vogelbrutstätte beinhalten, während nachmittags die bunte Unterwasserwelt eines Riffs schnorchelnd erkundet wird. Weiterhin ist in den Routen immer geregelt, dass jedes Schiff den gleichen Ort höchstens alle 14 Tage anfahren darf. So wird gewährleistet, dass es zu keinem Ansturm auf besonders beliebte Plätze kommt. Ein netter Nebeneffekt ist, dass man die Gäste damit sozusagen auf sanfte Art „zwingt“, die gesamte Vielfalt der Inseln kennen zu lernen und sich nicht auf einige wenige Orte zu beschränken. Gleichzeitig wird so ein Mehrwert für die Besucher geschaffen, denn jeder Besuch auf den Galápagos Inseln ist ein einzigartiges und individuelles Erlebnis.

Taucherlebnis Galapagos
Das Tourismusmanagement der Galápagos-Nationalparkverwaltung setzt durch sein flexibles Konzept Maßstäbe für einen modernen Ökotourismus, der die Bedürfnisse von Besuchern, Veranstaltern sowie der lokalen Bevölkerung und vor allem den Schutz der einzigartigen Natur harmonisch verbindet. Dadurch, dass hier jeder Besucher für die Verantwortung, die der Mensch für die Natur trägt sensibilisiert wird und direkt daran teilhaben kann, wird ein besonderes Verständnis für die Wichtigkeit des Schutzes unserer Erde geschaffen.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

Vielfalt hoch 3 – La Réunion

Unsere Produktmanagerin Carolin hat kürzlich ihren Urlaub auf La Réunion verbracht und war davon sehr begeistert. Lesen Sie ihren Reisebericht und lassen auch Sie sich vom Zauber der Insel einfangen!

Kirche vor dem Piton des NeigesIch hatte das Vergnügen, im Mai auf die schöne Insel der Vanille, wie La Réunion auch genannt wird, zu reisen. Dabei hatte ich wirklich sehr hohe Erwartungen an die Insel, denn ich hatte schon viel gehört und tolle Bilder gesehen. Als ich dann im Flieger zurück nach Deutschland saß war ich fast etwas wehmütig, denn leider hatten wir nur 8 Tage zur Verfügung und die gingen einfach viel zu schnell vorbei.

Die Insel hat in jeder Hinsicht unheimlich viel zu bieten. Nahezu alle Klima- und Vegetationszonen sind irgendwo auf La Réunion zu finden, landschaftliche Vielfalt ist sozusagen der zweite Vorname der Insel und auch die Menschen leben in unterschiedlichen Religionen und Kulturen friedlich zusammen.

Blumen der InselMir als Blumenfreund gefielen die üppige Natur und die unendliche Blütenpracht besonders gut. Egal ob künstlich angelegt vor der Kirche in Cilaos, in Nachbar’s Garten in St. Gilles oder in freier Natur im Dschungel der Berge: Frangipani, die herrlich duftende Wachsblume, und alle erdenklichen Orchideenarten ließen mich staunen.
Apropos Vielfalt: diese zeigt sich auch in den Hotels auf La Réunion, die alle sehr individuell und charmant sind. Eines haben sie allerdings alle gemeinsam: sie sind klein, fein und sehr persönlich mit wahnsinnig nettem Personal.
Hier eine kleine Auswahl der besten, schönsten, luxuriösesten, authentischsten, nettesten, buntesten, … (es kann ewig so weitergehen) Unterkünfte. So wohnten wir z.B. im Le Nautile, einem kleinen Haus mit eigenem Strand, dazugehöriger Lagune und deutsch sprechendem Personal.

Le DimitileDas Auch das Le Dimitile gefiel uns sehr gut. Es ist ein sehr modernes, buntes Hotel mit Loungeatmosphäre, in dem alle Zimmer mit liebevollen Details individuell dekoriert sind.

Dinea Dea LodgeDie Diana Dea Lodge ist eine Klasse für sich. Im Osten der Insel liegt die abgeschiedene und sehr exklusive Lodge inmitten eines 150 ha großen Jagdgebietes. Ein eigens angelegter, natürlicher Spazierpfad führt die Gäste durch die Wälder. Hier leben ca. 60 Hirsche, die relativ zutraulich sind und vor allem nachts sehr neugierig – den vom Gastgeber nett gemeinten Tipp, nachts nichts auf dem Balkon zurückzulassen, habe wir vorsichtshalber beherzigt. Die ganze Lodge ist sehr hochwertig – egal ob Poolanlage, Salon oder Zimmer. Letztere sind erstklassig und im Ranch-Design gestaltet. Baden kann man hier mit Ausblick auf die Küste von St. Anne.

Lodge Roche TamarinEine Wellnessoase der besonderen Art ist die Lodge Roche Tamarin. Die hübschen Bungalows liegen so perfekt umgeben von dichter Vegetation, dass hier absolute Privatsphäre herrscht. Hochwertig und doch sehr natürlich gestaltet und mit viel Liebe dekoriert fühlt man sich hier rundum wohl.

Blue MargouillatDas Hotel Blue Margouillat in St. Leu ist eine wahre Perle. Hier trifft Romantik auf Kunst und Antiquitäten. Kunstvolle Malereien regionaler Künstler zieren hier die Wände der Suiten und überall finden sich wunderschöne Arrangements mit frischen Blumen, die mit viel Liebe zum Detail dekoriert sind. Das erstklassige Restaurant ergänzt das Angebot des Hauses perfekt. Wer bei seiner La Réunion-Rundreise hier nicht mindestens eine Nacht verbringt verpasst wirklich etwas. Mit etwas Glück sehen Sie übrigens auch das Wappentierchen des Hotels: den Margouillat, einen kleinen Gecko, der sich die Hauswand hochhangelt und unter dem Licht der abendlichen Lampe wärmt.

Landschaftlich ist La Réunion unvergleichlich abwechslungsreich und schön. Hier einige Tipps, die ich persönlich getestet und für sehr gut befunden habe:
Im Westen gibt es tolle Strände und hier wollten wir unbedingt einen Tag am Meer einlegen, denn schließlich befanden wir uns im Indischen Ozean. Die oft gelobte Lagune von L’Hermitage bietet eine tolle Unterwasserwelt, allerdings mit einer etwas starken Strömung. Der Strand ist breit und feinsandig, teilweise aber mit Korallenbruchstücken durchsetzt. Die Lagune ist damit eher für erfahrene Schnorchler und Naturliebhaber geeignet. Ganz entspannt kann man als Anfänger in der Lagune vom Hotel Le Nautile schnorcheln und baden. Während man hier wohnt, kann man sich kostenfrei Schnorchelausrüstung und Kajaks ausleihen und damit die Lagune erkunden.
Cirque de CialosNeben den Stränden im Westen sind die drei großen Talkessel im Inselinneren eine wahre Sensation. In Cilaos, einem kreolischen Dorf im Cirque de Cilaos, gibt es neben einer hübschen Art-Déco-Kirche vor allem die Umgebung zu entdecken. Wir wanderten in ca. 2 Stunden durch dichten, grünen Dschungel zur Roche Merveilleuse (zur Beruhigung aller Frauen, die das lesen: ich habe keine Spinnen, Würmer, etc. gesehen), einem Aussichtpunkt über Cilaos mit 360°-Rundumblick und dem Piton des Neiges, dem höchsten Berg des Indischen Ozeans im Rücken.
Eine weitere Wanderroute führt zu den Cascades de Bras-Rouge – hierfür benötigt man allerdings einen ganzen Tag, den wir leider nicht hatten.

Ebenfalls spannend ist ein Canyoning-Trip in der Schlucht von La Fleurs Jaunes, auf halbem Weg von Cilaos nach Îlet-a-Cordes. Im Mai ist Canyoning nicht sonderlich gefährlich, da der Fluss eher friedlich statt tosend dahinfließt. Dabei kann man aber perfekt die abwechslungsreiche und bunte Natur, die sich links und rechts am Ufer erstreckt beobachten. In der Regenzeit von Dezember bis März, wenn der Fluss wilder ist, wird man vom Guide sicher durch das Gelände begleitet und das Ganze wird zu einem wahren Actionabenteuer.
Cirque de MafateZurück zu den drei Talkesseln. Der Cirque de Mafate ist ebenfalls sehr beeindruckend. Gute Einblicke in die Täler von Mafate hat man zum einen vom Cap Noir, einem Aussichtpunkt bei Dos d’Ane im Nordwesten der Insel, den wir nach ca. 15 Minuten laufen auf einem recht schmalen Weg erreichten. Hier bot sich uns ein wahrer Bilderbuchausblick. Dafür sind wir aber auch schon früh morgens gestartet, denn später ziehen sich oft Wolken zusammen und man kann nicht mehr so unendlich weit über die Insel blicken. Hier oben am “Ende der Welt” wird einem bewusst, wie klein und unbedeutend wir Menschen doch im Vergleich zur gewaltigen Natur und Kraft der Erde sind. Wie die Berge hier durch Vulkanaktivität aufgefaltet wurden und die Täler steil ca. 2000 m tiefer liegen ist spektakulär und lässt einen vor Ehrfurcht staunen.
Einen zweiten Ausblick auf Mafate hat man vom Aussichtsplateau Piton Maido – allerdings kann ich leider nicht sagen, wie der Talkessel hier aussieht, denn ich konnte aufgrund der dichten Wolken fast die Hand vor Augen nicht sehen. Auch hier gilt: wer die Aussicht genießen will muss früh da sein!

Im dritten Talkessel, dem Cirque de Salazie, finden sich in Salazie und Hell-Bourg hübsche kreolische Häuser. Unser Vorhaben, die Maison Folio zu besuchen, mussten wir leider vertagen, denn die hat zwischen 11:30 Uhr und 14:00 Uhr geschlossen. So schlenderten wir durch den Ort und bestaunten andere Grundstücke und Häuser mit kreolischer Architektur.
Zu guter Letzt möchte ich das absolute Highlight unseres Urlaubes Revue passieren lassen. Der Vulkan Piton de La Fournaise. Als aktivster Vulkan Europas (denn La Réunion ist ja ein französisches Überseedepartment) brach der Piton de la Fournaise 2007 das letzte Mal aus. Damals flossen unglaubliche 140 Mio. Kubikmeter Lava ins Meer, die die Insel um 0,45 qkm vergrößerte. Spuren davon findet man überall rund um den Vulkan.
Wir machten uns also früh morgens 08:00 Uhr auf den Weg zum Vulkan. In Bourg-Murat folgten wir der Beschilderung und die Reise durch die Vielfalt der Landschaft begann. Wir starteten in “Klein Bayern”, wo auf saftigen Hügeln Kühe weiden und fuhren durch Mischwald, der uns an die Mittelgebirgslandschaften in Deutschland erinnerte. Der Mischwald ging dann in kargere Steppenlandschaft über. Erste riesige Steilhänge und das Rot der Straße ließen vermuten, dass wir immer näher kamen. Eine halbe Stunde ging es dann Kurve um Kurve immer höher und weiter hinaus, bis wir urplötzlich vor dem Nichts stehen! Ein Moment, den ich wohl für Jahrzehnte nicht vergessen werde! Auf einmal liegt 300 m unter uns eine unendliche Weite, rot & staubig mit nur einer Schotterstraße – die Plaine des Sables.
Pas de BellecombeDa in den meisten Mietwagenbedingungen der Unterboden nicht versichert ist, überlegten wir kurz, ob wir weiterfahren. Allerdings hatten wir nun schon einige Kilometer hinter uns und wollten unbedingt so nah an den Vulkan ran, wie nur möglich. Also fuhren wir die 6 Kurven hinab und begaben uns mit Tempo 3km/h auf eine dreiviertelstündige Fahrt über die Schotterpiste hinein ins Unbekannte. Vorbei an bizzaren Felsformationen, roter Steppe und lustigen Verkehrszeichen ging es bis zum Pas de Bellecombe und dem Parkplatz.
Piton de la FournaiseVon hier ging es nur noch zu Fuß weiter und wir hatten einen grandiosen Blick auf den Piton de la Fournaise. In 10 Minuten erreichten wir den Zugang zum Vulkan. Eine Treppe entlang der Steilwand führt dort hinab zum kleinen Krater Formica Leo, von dem aus man den Fournaise erklimmen kann. Planen Sie allerdings mindestens 6 Stunden Wanderung ein!
Die ganze Gegend ist atemberaubend und wahrlich erdend, auch hier wird man wieder daran erinnert, wie unscheinbar wir Menschen doch sind. Man sieht genau, welche Lavaströme auf dem Vulkan neu sind und wo die Lava damals ins Meer geflossen ist.

Um unser Vulkanerlebnis noch abzurunden, machten wir uns wieder auf den Rückweg und über die Nationalstrasse N3 in Richtung Süden am Grand Brûlé vorbei, dem Teil der Insel, der von der Lava 2007 völlig dem Erdboden gleichgemacht wurde. Man fährt entlang einer wieder völlig instand gesetzten Straße und rechts und links befinden sich riesige schwarze Lavafelder. Diese sind oberflächlich erstarrt, doch in der Tiefe bewegt sich die heiße Masse des Erdkerns immer noch. Das kann man z.B. daran erkennen, dass manche Straßenabschnitte und -markierungen minimal verschoben sind, hier bewegte sich die Erde auch noch, nachdem die Straße wieder errichtet wurde. Das Bizzare an dieser Landschaft: überall auf den Lavafeldern wachsen Farne. Die Lava, die das Leben erst zerstörte, ist nun die fruchtbare Grundlage für neues Leben. Es war toll, zu sehen, wie sich hier der Kreis der Natur schließt.
Es gibt ein paar Parkbuchten, an denen man anhalten und die Landschaft auf sich wirken lassen kann. Beim Blick ins Inselinnere, konnten wir gut erkennen, wo die Lava von den Höhen des Vulkans ins Tal floss.
Helikopterflug über La ReunionUm all die Schönheiten La Réunions noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, buchten wir uns einen Hubschrauberrundflug. Kein günstiges Vergnügen und verbunden mit sehr zeitigem Aufstehen noch vor dem Morgengrauen, aber definitiv lohnend! Leider zeigte sich uns der Piton de La Fournaise nicht, denn aufgrund dichter Wolken mussten wir auf einen Flug über den Krater verzichten. Aber ich deute das mal als Zeichen, dass wir auf die Insel zurückkehren sollten, um unser Glück noch mal zu versuchen.

Mir hat La Réunion wirklich sehr gut gefallen. Die einzigartige Vielfalt, die mir hier geboten wurde hat mich fasziniert. Ganz egal, ob man atemberaubende Natur, kulinarische Genüsse, luxuriöse Wellnessoasen oder sportliche Herausforderungen erleben möchte – La Réunion kann all das bieten!

A bientôt à La Réunion! Ihre Carolin